Chronik:

Chronik der Abteilung Badminton

Die Badminton-Abteilung wurde als vorletzte in den TSV Iffeldorf aufgenommen. Sie ist so jung, dass der erste Abteilungsvorstand Lothar Flemming bis vor kurzem noch im Amt war und die kurze Geschichte der Sparte in der Ich-Form berichten kann. Holger Niebauer hat diesen schönen Grundstein aufgegriffen und führt die Geschichte ab 2005 weiter:

Am Anfang, es war im Winter 1987/88, stand ein neugieriger Blick in die gerade entstehende Mehrzweckhalle. Sogleich folgte die Feststellung, dass sie doch eine beachtliche Höhe aufweisen würde und die Folgerung, dass man gelegentliche, bei Windstille auf einem Garagenvorplatz stattfindende Federballspiele, irgendwann einmal in diese Halle verlegen könnte. Ganz zwanglos, versteht sich.

Als ich einige Wochen später unseren 1. Bürgermeister Herrn Strauss auf der Straße traf, fragte ich ihn was er von der Idee hielte. Er meinte, man könnte darüber reden, aber besser wäre es, wenn es nicht so ganz zwanglos zuginge, und alles z.B. unter der Obhut des Sportvereins stattfände. Also sprach ich wenig später mit Herrn Retzer, dem damaligen Vorstand des TSV Iffeldorf. Er war auch sehr aufgeschlossen und meinte, man müsste dann schon eine Abteilung bilden. Aber eine Abteilung mit weniger als 30 Mitgliedern wäre eigentlich keine richtige Abteilung.

Langsam dämmerte es mir, was da auf mich zukommen würde. Im Herbst 1988 stellte ich die relativ unbekannte Sportart der TSV-Vorstandschaft vor. Kurt Markowski war so nett, und wollte uns fürs Erste bei seiner Turnabteilung unterbringen.

Im November begannen wir dann in der neuen schönen Mehrzweckhalle mit dem Spielbetrieb auf Probe. Jeweils am Sonntag Vormittag versuchte ich auf dem einen vorhandenen Spielfeld den anderen Mitspielern, meist Freunde meiner Kinder und deren Geschwister, die Grundlagen des Badmintonspiels beizubringen, die ich selbst auch nur unvollkommen beherrschte.

Im neuen Jahr, wir waren schon mehr als 30, kam man zu dem Schluss, dass da keine Eintagsfliege ausgeschlüpft sei, und so fand am 19.03.1989 im Vereinsheim die Gründungsversammlung der Abteilung Badminton statt. Wegen des jugendlichen Alters unserer Spieler musste schon fast jeder, der volljährig war, ein Amt übernehmen. Dem Schicksal erster Vorstand zu werden, konnte ich nicht entrinnen. Zweiter Vorstand wurde Thomas Bast, Kassenwart Hubert Mayer und Schriftführerin Bita Djarrahbachi. Der TSV Iffeldorf hatte damit die erste Badmintonabteilung im Landkreis Weilheim-Schongau.
Im Sommer wurden drei Badmintonfelder auf den Hallenboden gemalt, und da in der Zwischenzeit einige Spieler das notwendige 18. Lebensjahr vollendet hatten, konnten wir für die im Herbst beginnenden Punktspiele eine Mannschaft (zwei Damen plus vier Herren plus Ersatzspieler) melden, natürlich in der untersten Spielklasse. Alle Mannschaften, mit denen wir es dann zu tun hatten, lobten uns dafür, gleich ins kalte Wasser gesprungen zu sein und hauten uns dann fürchterlich in die Pfanne. Doch nach einigen Jahren konnten wir schon ganz gut mitspielen und uns vom Tabellenende absondern.

Die einst geforderte Mitgliederzahl von 30 haben wir auch schon um mehr als hundert übertroffen. Geblieben ist der Abteilung der Hang zur Jugendlichkeit. So ist es besonders erfreulich, dass viele Kinder im Grundschulalter ihren Spaß am Spiel mit dem Federball entdeckt haben. Das ist aber auch eine Verpflichtung und so wird Jugendarbeit bei uns groß geschrieben. Jeder, der über eine gewisse Spielstärke verfügt, darf an oberbayerischen Ranglistenturnieren und Meisterschaften teilnehmen. Wir haben zwar noch nie einen ersten Platz erreicht, aber schon einen zweiten und einen dritten und mehrere vierte, fünfte und sechste, und natürlich viele Plätze mit wesentlich höheren Nummern.

Im Jahre 1998 kam dann für die Erwachsenenmannschaft das Erfolgserlebnis in die nächst höhere Spielklasse aufzusteigen. In der B-Klasse, wie sie damals hieß, konnten wir uns zwei Jahre halten bis uns die gute alte C-Klasse wieder hatte. Nach dem erneuten Aufstieg in 2003 kam uns dann auch noch die Umbenennung der Spielklassen zugute und wir durften stolz behaupten in der Bezirksklasse A zu spielen. Allerdings dauerte diese Freude nur ein Jahr und so fanden wir uns prompt in der Bezirksklasse B wieder.

Im November 2005 gab Lothar schließlich das Zepter der Abteilung an Bernd Metzler ab, der nun als 1. Vorsitzender der Abteilung vorsteht. Die Familie Flemming ist jedoch noch in Form des Sohnes Ronald als 2. Vorstand vertreten. Kerstin Westhöfer-Krönke als Kassenwartin und Holger Niebauer als Schriftführer runden den Vorstand bis heute ab. Durch den Trainingslehrgang unseres Jörg Seidenthal im ersten Halbjahr 2005 kommen wir auch wieder in den Genuss eines kompetenten Trainings. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die sorgfältigen Kassenprüfungen durch unseren Till Scheuermann.

Ein weiterer Meilenstein war im November 2005 die "Ehe" mit der Betriebssportgruppe Badminton der nahe gelegenen Firma Roche Diagnostics GmbH, Werk Penzberg. U.a. durch die räumliche Nähe sind in der Abteilung schon zahlreiche "Rochianer" vertreten, was nun durch die Betriebssportgruppe formalisiert zum Ausdruck kommt.

Die Saison 2005/2006 schlossen wir in der guten alten Bezirksklasse B als Tabellenzweiter ab und so konnten wir in der folgenden Saison als "lucky Aufsteiger" wieder in der Bezirksklasse A die Badminton-Rackets schwingen. Dort gelang uns mit dem 5. Tabellenplatz ein sehr gutes Ergebnis. Mit insgesamt 5 Siegen und 2 Unentschieden, d.h. 12 Punkten, zeigten wir, dass wir zurecht in diese Klasse aufgestiegen sind. In 2007/2008 fanden wir uns also folgerichtig für eine weitere Saison in der Bezirksklasse A wieder, schafften jedoch leider denkbar knapp nur den vorletzten Tabellenplatz. Dies spiegelt unsere Leistung nicht wirklich richtig wider, da mit etwas mehr Glück sicherlich mehr drin gewesen wäre. Nach Murphy's Gesetz folgte als Tabellenvorletzter auch noch der neuerliche Abstieg in die Bezirksklasse B. Jedoch konnten wir dies im der Saison 2008/2009 postwendend wieder ausmerzen und den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse A, zum ersten mal als Tabellenerster, ergattern. So langsam können wir uns daher auch den Ruf der Aufzugsmannschaft ankreiden.

In der Saison 2009/2010 schlugen wir diesem Ruf jedoch ein Schnippchen. Nun ja, wir sind nicht abgestiegen; ganz im Gegenteil! Durch die "Tübings" verstärkt, haben wir mit der 1. Mannschaft als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Ja, Ihr habt ganz richtig gelesen: "1. Mannschaft". Wir sind ab 2009 nämlich in der Tat mit einer 2. Mannschaft ins Rennen gegangen, die sich tapfer geschlagen hat, jedoch noch etwas mehr Erfahrung braucht. Leider schlug hier auch etwas das Verletzungspech mit zu.

In der Saison 2010/2011 und 2011/2012 haben wir uns mit den KollegInnen aus Wolfratshausen verbündet, mit denen wir als starke Spielgemeinschaft losgezogen sind. Leider plagte uns aber in der Saison 2011/2012 so manches Pech. Beruflich bedingte Abwesenheiten, Urlaube, lästige Verletzungen und Krankheiten führten letztlich dazu, dass wir die 2. Mannschaft noch während der laufenden Saison zurückziehen mussten und auch der 1. Mannschaft erging es am Ende nicht wesentlich besser. Unglücklich landeten wir auf einem Abstiegsplatz und fanden uns in der Saison 2012/2013 wieder in der Bezirksklasse B. Dies wurde zu allem Übel noch vom der Abwanderung unseres 1. Herren und der 1. Dame begleitet.

2013/2014 verlief, na ja, so einigermaßen "ereignislos". Wir landeten am Ende im verdienten Mittelfeld und waren immer froh, wenn wir mit einer vollständigen Mannschaft antreten konnten. ;-)

Für 2014/2015 legten wir bei den Herren nochmal eins drauf und können aus den Vollen schöpfen. Aber die Damen halt! Freilich wollen die umsorgt sein. Aber in 2014/2015 greift der arme Mannschaftsleiter schon immer mit argem Bangen zum Telefonhörer (bzw. das was man heute so zum telefonieren nimmt). :-D

Aber naturgemäß sehen wir jeder Saison frohen Mutes entgegen sehen. Wie es uns im Spielbetrieb so ergeht, seht ihr mit einem Klick auf "Termine" und dann dem Link folgend zur Ergebnisseite. 

Am Schluss soll immer ein Blick in die Zukunft stehen. Also, in die Bundesliga werden wir wohl nicht aufsteigen aber für Spaß am Spiel und für kuriose Momente drum herum ist bei uns definitiv gesorgt. ...