Mixed-Volleyball: TSV Iffeldorf strebt bei der Deutschen Meisterschaft das Halbfinale an

Iffeldorf, 25.10.2011
Nach 3:0 Sieg gegen Tabellenführer VSG Isar-Loisach geht’s nach Boltenhagen

Im Spitzenspiel der A-Klasse Süd besiegte der TSV Iffeldorf dem Tabellenführer vom VSG Isar-Loisach deutlich mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:17). Das Ostersee-Team bleibt weiter auf Platz 2, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert. Mit der Deutschen Meisterschaft am Wochenende wartet nun das Saison-Highlight auf die Iffeldorfer.

Nichts zu holen gab es für die Gäste der VSG Isar-Loisach im Spitzenspiel am vergangenen Montag im Iffeldorfer Gemeindezentrum. War es bis Mitte des ersten Satzes die gute Block- und Feldabwehr, die dem TSV Vorteile verschaffte, so überzeugten die Iffeldorfer in der Folge insbesondere im Aufschlag. Insbesondere Richard Richter und Ines Kluge deckten die Annahmeprobleme der VSG immer wieder auf und konnten Aufschlagserien von bis zu sechs Punkten schlagen. Die daraus resultierenden Gegenangriffe nach schwachen Angriffen der VSG versenkte Kapitän Wolfram Skasa-Weiss nahezu fehlerfrei. Ein Schmanckerl gab es schließlich im dritten Satz zu sehen, als Pia Seuthe für den angeschlagenen Richard Richter auf der Mittelblockposition zum Einsatz kam. Weniger, dass der TSV mit drei Damen auf dem Feld diesen Satz und damit das Spiel gewann, sondern vielmehr die ersten Aktionen nach der Einwechslung waren sehenswert: Zunächst blockte die 1,86m große Seuthe dem VSG-Mittelangreifer dessen Angriff vor die Füße, um dann beim nächsten Ballwechsel, von Zuspielerin Steffi Bell freigespielt, einen Überkopfball spektakulär im VSG-Feld zu versenken. Zudem zeigte Ralph Bader wieder einmal seine Qualitäten in der Abwehr und hielt mit unglaublichen Reflexen mehrere harter Isar-Loisach-Angriffe in den eigenen Reihen, die der TSV dann in der Offensive in Punkte verwandelte. „Das Spiel wolltet ihr unbedingt gewinnen, das hat man gesehen. Wir haben jetzt gegen alle üblichen Verdächtigen um die ersten Plätze gespielt und bis auf das Spiel gegen den TSV alles gewonnen. Damit sind wir mit den ersten vier Spielen der Saison sehr zufrieden“, zog VSG-Trainer Rainer Adamek Zwischenfazit. „Die VSG hat heute sicher nicht ihren besten Ball gespielt. Das Rückspiel wird sicher wieder viel enger werden“, so Bader. „Aber jetzt freuen wir uns erstmal auf die Deutsche.“ Am gestrigen Freitag reiste der TSV samt Anhang via Hamburg nach Boltenhagen an die Ostsee. Deutschlands zwölf beste Mixed-Volleyball-Teams kämpfen an diesem Wochenende dort um den nationalen Titel. Mit der Vorrundenauslosung kann man im Lager der Iffeldorfer leben: Mit dem letztjährigen Halbfinalisten KT 43 Köln, dem norddeutschen Meister VSV 06 Schwerin, dem Süddeutschen Vizemeister München-Nymphenburg, dem Oldenburger SV und dem SV Vaihingen triff Iffeldorf auf Mannschaften, „mit denen wir auf Augenhöhe spielen. Das gibt interessante Herausforderungen“, so Bell. Die Vorrundenpartien werden jeweils über zwei Sätze gespielt und enden am Sonntag um 9 Uhr mit der Partie gegen Köln. Während die ersten beiden Mannschaften der beiden Vorrundengruppe im Überkreuzvergleich die Finalisten ausmachen, spielen die Dritt- bis Sechstplatzierten im direkten Vergleich die Plätze fünf bis zwölf aus. Im letzten Jahr fehlte dem TSV nur ein Satz zum Halbfinale. Der sechste Platz aus dem letzten Jahr ist dieses Jahr das Minimalziel, mit etwas Glück ist das Halbfinale drin. „Um das zu erreichen, brauchen wir sieben Sätze aus den fünf Partien“, kalkuliert Spielertrainer Erich Gampenrieder. Dafür reist der TSV mit großem Kader nach Boltenhagen. Zwar muss der TSV auf den dauerverletzten Mittelblocker Michael Zellinger sowie Routinier Richard Richter verzichten, dafür stehen nach überstandener Meniskusoperation Michael Frauendorfer sowie Annahme- und Abwehrspezialistin Vera Laske zur Verfügung. „Den beiden fehlt zwar die Feinabstimmung, aber ihre Physis und Unbekümmertheit tut uns gerade gegen die von ihrer Dynamik lebenden Mannschaften aus Schwerin, München und Vaihingen gut. In Summe sind jedoch unsere Gegner Großstadtvereine mit enormer Spielerbasis”, betont Skasa-Weiss, „wir sind der Underdog bei diesem Turnier.“