Mixed-Volleyball: TSV Iffeldorf stolpert in die Rückrunde

Niederlage gegen VSG Isar-Loisach und Sieg gegen Penzberg machen die Liga wieder spannend

Mit einem 2:3-Niederlage bei der VSG Isar-Loisach und einem 3:1-Heimsieg im Lokalderby gegen die BSG Penzberg starteten die Mixed-Volleyballer des TSV Iffeldorf in die Rückrunde. Damit ist der Kampf um die Meisterschaft wieder offen. Zwei Punkte trennen die Iffeldorfer noch vom Zweitplatzierten aus Weilheim.

Mir den schon üblichen Personalsorgen traten die Iffeldorfer zunächst beim Viertplatzierten aus Geretsried an. Während sich Spielertrainer Erich Gampenrieder nach seinem Kreuzbandriss die nächsten Monate auf Training und Coaching fokussiert, wurde die beruflich verhinderte Steffi Bell auf der zentralen Zuspielposition von Katrin Reisnecker vertreten. Die hatte ihre liebe Mühe mit der ungenauen Annahme ihrer Mannschaft: mal um mal rannte und streckte sie sich vergeblich, um versprungene erste Bälle noch zu erreichen. Dass die ersten beiden Sätze dennoch mit 20:25 und 21:25 an den TSV gingen, war auch deshalb erstaunlich, als sich das Team jeweils zu Satzbeginn schnell einem 2:7 bzw. im 2. Satz einem 3:7-Rückstand gegenübersah. In den Sätzen drei und vier schafften es die Iffeldorfer dann auch nicht mehr, einen Rückstand aufzuholen. Mit 16:25 und 15:25 gingen beide Sätze an die VSG. Einzig Ines Kluge erreichte Normalform und zeigte sich vor allem im Aufschlag verbessert. So musste der Tie Break über den Sieg entscheiden. Die VSG, von Ihren Zuschauern frenetisch angefeuert, mobilisierte letzte Reserven und spielte am oberen Limit. Bei 14:14 erkämpfte sich die VSG das Aufschlagsrecht. Rainer Adamek, VSG-Urgestein, zuvor nach Krämpfen in zwei Auszeiten behandelt, ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich die Niederlage des TSV mit einem harten Angriff über die Außenposition einzuleiten, ehe Martin Betz, ehemaliger Geretsrieder Bayernligaspieler die zweite Saisonpleite der Iffeldorfer besiegelte. Mit 14:16 ging Satz fünf und damit der Sieg an die VSG. „Selbst in den ersten beiden Sätzen haben wir nicht überzeugt – außer im Aufschlag waren wir in allen Bereichen unterirdisch. Die VSG hat das Spiel verdient gewonnen“, fasste Gampenrieder das Spiel zusammen.

Das Lokalderby gegen die BSG Penzberg stand somit auch wegen der Auftaktniederlage unter besonderen Vorzeichen. Gampenrieder stellte Ralph Bader auf die Zuspielposition – und besetzte die beiden Außenangreiferpositionen mit Ines Kluge und zunächst Katrin Reisnecker. Der Einsatz von Bader, der bereits in der letzten Saison auf der Zuspielposition überzeugte, machte sich schnell bezahlt, konnte er die weiter unzureichende Annahme des TSV meist in Zuspiele umsetzen. Der erste Satz ging knapp mit 25:23 an die Iffeldorfer, die auch im Angriff mehrfach sehr unglücklich agierten. Die BSG, derzeit voll im Abstiegskampf, kämpfe unverdrossen weiter, während der TSV seine Fehlerquote in Angriff und Annahme nicht in den Griff bekam. Die BSG ließ sich auch von einer 23:21-Führung des TSV im Satz zwei nicht entmutigen und gewann, mit hohem Einsatz in der Feldabwehr, mit 24:26. In Satz drei übernahm Manfred Reisnecker die Mittelblockposition von Wolfram Skasa-Weiss und Gudrun Schuba löste Katrin Reisnecker ab. Während Reisnecker, nach 12 Monaten Verletzungspause wieder auf dem Feld, mit herausragender Physis überzeugte, mehrfach Hinterfeldangriffe im Penzberger Feld versenkte und platziert servierte, beruhigte Schuba mit stabiler Annahme und Feldabwehr das Spiel des TSV. Die Sätze drei und vier gingen jeweils mit 25:20 doch noch an die Iffeldorfer.

„In Satz drei und vier haben wir unsere Fehlerquote deutlich senken können. “, so Bader, der in diesen beiden Sätzen auch zu alter Übersicht zurückfand. „Manfred Reisnecker war heute der entscheidende Spieler. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, uns wieder zu stabilisieren und auf das vorentscheidende Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Weilheim vorzubereiten, bis dahin stößt auch Steffi Bell wieder zur Mannschaft. Dann werden wir wieder einen anderen TSV auf dem Feld sehen“, zeigt sich Gampenrieder optimistisch.