Volleyball: Iffeldorfer Mixed-Volleyballer werden erneut Bayerischer Vizemeister

Iffeldorf, 30.05.2011
Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft geschafft

Bei der am vergangenen Samstag in Zirndorf staffgefundenen Bayerischen Meisterschaft im Mixed-Volleyball sicherte sich der TSV Iffeldorf nach spannendem Finale gegen den mehrfachen Deutschen Meister TSV Vaterstetten nach 2010 erneut den Vizemeistertitel. Mit dem 2. Platz ist auch Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft gesichert.

Vor Jahresfrist schwamm der TSV Iffeldorf bei seiner ersten Teilnahme an einer Bayerischen Meisterschaft auf einer Welle der Glückseeligkeit: Mit vier Damen auf dem Feld, drei Männer hatten sich im Laufe des Tages schwere Verletzungen zugezogen, hatte sich der TSV im Halbfinale durchgesetzt und unerwartet das Finale erreicht. Mittlerweile sind die eigenen Ansprüche gestiegen: Ziel war die erneute Finalteilnahme und damit verbundene Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft.

In der Vorrunde trafen die Iffeldorfer zunächst, wie bereits im letzten Jahr, auf den Gastgeber TSV Zirndorf. Nach dem knappen Sieg vom letzten Jahr war das Ostersee-Team vorgewarnt, ging von Anfang an hochkonzentriert zu Werke und ließ die Zirndorfer nie ins Spiel kommen. Mit 2:0 (25:20, 25:20) ging das Spiel ebenso deutlich an den TSV wie die zweite Vorrundenpartie gegen den FC Neuburg (25:14, 25:16). Mit dem Überkreuzvergleich gegen den SB Bayern Regensburg stieg der TSV in die KO-Runde ein. Nach klar gewonnenem ersten Satz ließen die Iffeldorfer die Zügel in Annahme und Angriff schleifen und verloren den zweiten Satz. Auch der entscheidende dritte Satz sah zunächst eine fahrig wirkende Iffeldorfer Mannschaft, die schnell mit 2:6 im Rückstand lag, ehe der an diesem Tag bestens aufgelegte Günter Weidner mit mehreren harten Rückraumangriffen und Mittelblocker Manfred Reisnecker mit zwei harten Schnellangriffen die Initiative übernahmen und ihre Mannschaft auf die Siegesstrasse brachte. Mit 15:12 ging Satz drei an den TSV.

Im Halbfinale kam es dann zum Standardduell bei überregionalen Meisterschaften – ESV München hieß der Gegner. Auch diesmal kam es zu einer engen Partie, in der der TSV in den entscheidenden Momenten zulegen konnte. „Wir hatten nie das Gefühl, gegen den ESV verlieren zu können.“, so Außenangreiferin Katrin Reisnecker. Mit 30:28 und 29:27 gewann der TSV, und bejubelte den erneuten Einzug ins Finale.

Nach dem verlorenen Endspiel bei der Oberbayerischen Meisterschaft kam es somit innerhalb von 14 Tagen zum zweiten Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Deutschen Meister TSV Vaterstetten. Der Zielsetzung, den Vaterstettenern das Leben schwer zu machen, kamen die Iffeldorfer erst im zweiten Satz nach, zu gering war die Durchschlagskraft im Angriff in Satz 1, der mit 20:25 an Vaterstetten ging. Mit Michael Frauendorfer für den angeschlagenen Manfred Reisnecker und Ines Kluge für Sabine Hecht im Außenangriff nahmen die Iffeldorf in Satz zwei ihr Herz in beide Hände. Während Frauendorfer den Doppelblock der ehemaligen Bundesligaspieler Mark Richter und Norbert Schäfle ignorierte, fütterten Pia Seuthe und Kluge mit exakter Annahme die Iffeldorfer Offensive, in der Zuspielerin Steffi Bell virtuos die Fäden zog. Weidner war erneut kaum zu stoppen und setzte mit der 1,86m großen Seuthe sehenswerte Blocks gegen den ansonsten makellosen Schäfle. Der machte kopfschüttelnd bei 23:21 für die Iffeldorfer den Platz frei für den Ex-Dachauer und ehemaligen Mannschaftskollegen von Günter Weidner, Markus Halm, dessen Auftritt nicht lange auf sich warten ließ. Zunächst wechselte jedoch bei 24:22 das Aufschlagrecht an die Vaterstettener – damit verbunden zwei Satzbälle für den TSV. „Ganz cool jetzt – wir haben zwei Chancen“, versuchte Gampenrieder sein Team von der Außenlinie zu beruhigen. Den ersten Satzball schlug Frauendorfer hart am Doppelblock von Richter und Halm, leider aber auch knapp am Spielfeld, vorbei. „Der zweite Satzball war dann ein Lehrbuchbeispiel für Zuspieltaktik – wie umgehst Du den Block? Spielst Du nochmal Frauendorfer an, von dem der Gegner glaubt, dass er den Ball nach dem vorherigen Fehler nicht mehr kriegt, oder gibst Du dem Routinier Skasa-Weiss im Rückraum den Ball?“ Das Zuspiel ging folgerichtig auf Frauendorfer, dessen Angriff Vaterstetten nach glücklicher Blockberührung von Halm mit höchstem Einsatz in der Feldabwehr abwehrte, Zuspiel auf den überragenden Richter, der den Ball humorfrei ins Iffeldorfer Feld drosch. Die Iffeldorfer, mit ihren Köpfen noch bei den beiden vergebenen Satzbällen, gaben dann auch noch die beiden nächsten Punkte ab und verloren auch Satz zwei mit 24:26.

„Der Ausgang des zweiten Satzes war natürlich bitter. Aber insgesamt haben wir ein stabiles Turnier gespielt und den TSV Iffeldorf als zweite Mixed-Volleyball-Kraft in Bayern etabliert. Super – wir fahren wieder zur Süddeutschen“, jubelte Weidner. Am 10. und 11. September reisen die Iffeldorfer nach Esslingen, um mit 19 Mannschaften, unter anderem aus Stuttgart, Dresden, Frankfurt und Saarbrücken den Titel und die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft auszuspielen. „Wir sind guter Dinge, uns mit einem Platz unter den ersten sechs erneut für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, die Ende Oktober in Boltenhagen an der Ostsee stattfindet. Bis dahin müssen wir aber noch Sponsoren finden, die uns bei der Finanzierung der Reisekosten vom Ostersee an die Ostsee unterstützen. Ansonsten schaut’s mit der Teilnahme nicht so gut aus“, so Gampenrieder.