Volleyball: Iffeldorfer Mixed-Volleyballer starten bei der Süddeutschen Meisterschaft in Esslingen

Iffeldorf, 06.09.2011
Vordere Platzierung und Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Visier

Die neue Saison steht vor der Tür, und die alte Saison wird fortgesetzt. KlingIft komisch, ist aber so – zumindest für die Mixed-Volleyballer des TSV Iffeldorf. Während das erste Spiel der Saison 2011/2012 am 28.09. gegen den TSV Eurasburg-Beuerberg vor der Tür steht, kämpfen die Iffeldorfer am 10. und 11. September in Esslingen bei Stuttgart mit den 20 besten Mannschaften aus Baden, Württemberg, Hessen, Saarland, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen um die Süddeutsche Meisterschaft 2011. Die sechs Bestplatzierten qualifizieren sich für die am 30. / 31.10. in Boltenhagen / Ostsee stattfindenden Deutschen Meisterschaften. Und die Iffeldorfer rechnen sich auch diese Saison wieder Chancen auf eine Teilnahme aus.

Vor das Ziel hat der Deutsche Volleyballverband jedoch mindestens acht kraftraubende Spiele gesetzt, die die Iffeldorfer am Samstag und Sonntag zu bestreiten haben. In der Vorrunde, in der fünf Vierergruppen in 35-Minuten-Spielen zunächst die 10 stärksten Mannschaften für das obere Tableau ausspielen, trifft der TSV am Samstag auf den Würtenberger Meister TSF Welzheim, den Thüringer Meister Bischlebener SV sowie den Saarland-Meister Saarbrücker KC. Insbesondere Welzheim schätzt Spielertrainer Erich Gampenrieder dabei als den größten Konkurrenten um den Gruppensieg ein. In der Zwischenrunde, die bereits am Samstagnachmittag beginnt, werden im oberen Tableau in zwei Fünfer-Gruppen die vier Halbfinalisten ermittelt, die dann im Überkreuzvergleich den Finalisten ausspielen. „Unser Ziel ist Platz sechs und damit die Quali zur Deutschen Meisterschaft“, so Gampenrieder. „Wir müssen also die Vorrunde überstehen und dann dritter in der Zwischenrunden-Gruppe werden“. Die Favoriten sind jedoch andere: neben dem mehrfachen Deutschen Meister TSV Vaterstetten, dem die Iffeldorfer zuletzt im Finale der Bayerischen Meisterschaft unterlagen, zählen der Süddeutsche Meister 2009, FSV Keltern-Weiler, die BSG Dresden, sowie der TSV München-Nymphenburg zu den Kandidaten für die vorderen Plätze.

Im Vergleich zum letzten Jahr, als die Iffeldorfer sich den Vizemeistertitel sicher konnten, geben insbesondere Knieverletzungen bei den Herren Anlass zur Sorge: Mittelblocker Michael Zellinger tritt wegen Knorpelschaden ebenso wenig die Reise nach Esslingen an wie der vor vier Wochen am Meniskus operierte Michael Frauendorfer. Neben den beiden Mittelblockern Günter Weidner und Manfred Reisnecker sowie den beiden Diagonalspielern Ralph Bader und Wolfi Skasa-Weiss stößt Spielertrainer Erich Gampenrieder nach im Januar erlittenen Kreuzbandriss wieder zum Team. „Man wird sehen, ob das Knie hält, zudem fehlen mir noch zwei Monate Training, um wirklich mithalten zu können“, so Gampenrieder. Bei den Damen stehen mit Zuspielerin Steffi Bell, und den Angreiferinnen Ines Kluge, Katrin Reisnecker und Pia Seuthe alle Kräfte zur Verfügung. Als zusätzliche Verstärkung stößt die Ex-Bayernliga-Spielerin Sabine Hecht zu den Iffeldorfern, „eine komplette Spielerin“, so Kapitän Skasa-Weiss, die ihre Stärken neben dem Angriff vor allem in der Annahme und Abwehr hat.

In der Vorbereitung standen zuletzt insbesondere Block / Feldabwehr und die Annahme im Vordergrund, um Zuspielerin Steffi Bell die Grundlage für einen geordneten Spielaufbau zu schaffen. „Die Annahme ist der Erfolgsfaktor auf diesem Niveau. Wer hier die höchste Präzision erreicht, wird am Ende weit vorne landen.“ Zudem sieht Außenangreiferin Ines Kluge das Zusammenrücken in engen Situationen als wesentliche Stärke des TSV. „Während andere Teams sich gegenseitig anmachen, wenn’s mal nicht so läuft, rücken wir noch enger zusammen. Die Auswechselbank gibt dann von Außen ziemlich Gas.“, lacht sie. „Und wenn das nicht hilft, zaubert Zuspielerin Steffi Bell wieder einen Traumpass aus den Handgelenken.“

„Von den Osterseen an die Ostsee“ – das ist die Zielsetzung der Iffeldorfer, die von ihrer zweiten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft träumen.