Iffeldorfer Mixed-Volleyballer starten erfolgreich in die neue Saison

Iffeldorf, 27.09.2011
Mühsamer 3:2-Auftaktsieg gegen Eurasburg-Beuerberg

Nach dem Höhenflug bei der Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaft begann für die Mixed-Volleyballer des TSV Iffeldorf der Saisonalltag in der A-Klasse Oberbayern Süd mit einem hart erkämpfen 3:2 Sieg gegen den Aufsteiger SV Eurasburg-Beuerberg.

Beim Blick auf die erste Sechs der Iffeldorfer rieb sich der ein oder andere zunächst die Augen und wunderte sich, wo denn die oder der Zuspieler abgeblieben sei. Dafür sah man mit einer Durchschnittsgröße von 1,90m die wohl längste Mixed-Mannschaft Bayerns auf dem Feld. Die Ursache war schnell gefunden: Nachdem die etatmäßige Zuspielerin Steffi Bell mit Knieverletzung auf der Bank Platz nahm und der zweite Zuspieler Ralph Bader beruflich verhindert war, übernahm Spielertrainer Erich Gampenrieder die Funktion des Ballverteilers. „Das hat natürlich gegen einen hochmotivierten Gegner wie Eurasburg die Sache nicht unbedingt leichter gemacht“, schmunzelte der. „Ich habe die Mannschaft insbesondere darum gebeten, mir mit einer guten Annahme die Sache leichter zu machen“.

In den ersten beiden Sätzen funktionierte das auch recht gut, auch wenn sich die Iffeldorfer jeweils zu Mitte der Sätze mit fünf bzw. sechs Punkten im Hintertreffen sahen. „Das konnten wir dann aber mit erhöhter Konzentration immer nochmal umbiegen.“, so Kapitän Wolfi Skasa-Weiss, stärkster Angreifer der Iffeldorfer an diesem Abend. Mit 28:26 und 25:23 gingen die Sätze eins und zwei an den TSV. Der sah sich dann aber im dritten Satz einer nun völlig unbekümmert aufspielenden jungen Mannschaft aus Eurasburg gegenüber, die alles-oder-nichts spielte. Während die SV-Angreifer den löchrigen Block der Iffeldorfer immer wieder überwinden konnten, brachten die Iffeldorfer kaum einen Angriff im Eurasburger Feld unter. Daran änderte auch die gute Abwehrarbeit von Katrin Reisnecker nichts. Mit 19:25 ging Satz drei folgerichtig an Eurasburg. „Unsere beiden 2:3-Niederlagen in der letzten Saison haben wir uns jeweils nach einer 2:0-Führung eingefangen. Daran haben wir uns natürlich erinnert und wollten mit mehr Risiko im Aufschlag die Offensive des SV ersticken.“, so Skasa-Weiss. Leider blieben in der Folge zu viele Aufschläge des TSV im Netz hängen, so dass die Eurasburger beim Stand von 17:21 den Satzausgleich schon vor Augen hatten. Mit dynamischer Blockarbeit der beiden Mittelblocker Manfred Reisnecker und Günter Weidner kamen die Iffeldorfer zwar noch auf 23:23 heran, konnten aber eine Dankeball-Situation, „wir bekommen eine Feldabwehraktion des Gegens hoch in unser eigenes Feld und können in Seelenruhe den Angriff aufbauen“, so Außenangreiferin Pia Seuthe, die mehrfach im Außenangriff punktete, nicht nutzen und schlugen auch den nachfolgenden Angriff ins Aus.

Damit musste der fünfte Satz entscheiden, der genauso eng und spannend war wie die Sätze davor. Keine der beiden Mannschaften schaffte es zunächst, sich abzusetzen, so dass beim Stand von 8:6 für Iffeldorf letztmalig die Seiten gewechselt wurden. Über 9:8, 11:11 und 13:13 wechselte das Aufschlagrecht hin und her, ehe Eurasburg einen Iffeldorfer Angriff direkt blocken konnte und bei 13:14 zum Matchgewinn aufschlug. Mit einem harten Angriff Weidner über die Mittelposition schaffte der TSV den Ausgleich. Dem folgten zwei hohe Blocks von Weidner und Gampenrieder und damit der erste Matchball für Iffeldorf beim Stand von 15:14, den die Iffeldorfer konsequent nutzen und nach 91 Minuten Spielzeit doch noch als Sieger vom Feld gingen.

„Das war ein sehr gutes und sehr faires Spiel beider Mannschaften. Am Ende hat die Routine über den jugendlichen Elan nochmal die Oberhand behalten. Die Mannschaft hat meine Unzulänglichkeiten im Zuspiel gut ausgeglichen, andererseits waren wir heute im Block nochmal eine Spur stärker. Ich bin allerdings froh, wenn beim nächsten Spiel gegen Uffing einer unserer etatmäßigen Zuspieler wieder die Fäden zieht.“, zieht Gampenrieder zufrieden Bilanz.