Mixed-Volleyball: TSV Iffeldorf feiert vorzeitig die dritte Meisterschaft in Folge

Iffeldorf, 11.02.2012

Mit einem verdienten 3:2 Sieg (25:14, 22:25, 25:17, 22:25, 15:9) bei der VSG Isar-Loisach haben sich die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer drei Spieltage vor Saisonende zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft der A-Klasse Oberbayern Süd gesichert. Der Sieg hing jedoch am seidenen Faden, oder besser, an den Außenbändern von Angreiferin Pia Seuthe.

Auswärtsspiele bei der VSG Isar-Loisach sind immer eng. Im letzten Jahr unterlag der TSV nach 2:0-Satzführung noch 2:3. In der Mannschaftsbesprechung vor Spielbeginn hieß die Devise daher „Attacke von Anfang an“ – mit Risiko im Aufschlag und guter Blocksicherung. Schnell ging das Ostersee-Team dann auch durch harte Angriffe von Richard Richter und Wolfi Skasa-Weiss mit 5:2 und 9:4 in Führung. Dass Skasa-Weiss gut angreift, ist mittlerweile in der Liga ebenso bekannt wie seine Aufschlagstärke.. „Aber was wir heute vom Wolfi in der Defensive gesehen haben, war sensationell.“ schwärmte Mittelblocker Günter Weidner. Zunächst holte Skasa-Weiss einen Blockabpraller beim Stand von 11:5 mit einem Sprung über die am Spielfeldrand stehende Auswechselbank noch ins Feld zurück, um zwei Bälle später spektakulär bei einem weiteren „unholbaren“ Ball gerade noch die Hand zwischen Boden und Ball zu bringen und einen Gegenangriff mit folgendem Punkt für den TSV zu ermöglichen. Mit 25:14 ging Satz 1 ungefährdet an die Iffeldorfer.

Auch in Satz zwei startete der TSV gut, ehe bei 13:11 für den TSV Außenangreiferin Pia Seuthe nach einer Blockaktion plötzlich auf dem Rücken liegend ihren rechten Knöchel hielt. „Die klassische Volleyballerverletzung – Landung auf dem Fuss des Gegners, umgeknickt, mindestens Bänderdehnung.“ Bange Blicke beim TSV, der nur mit Seuthe und Zuspielerin Steffi Bell als weibliche Teammitglieder angetreten war und keine Wechselmöglichkeit hatte. „So verlieren wir nicht unser erste Saisonspiel“, dachte sich Seuthe wohl. Und biss auf die Zähne. „Ihr müsst mir jetzt helfen“, forderte sie ihr Team auf. Und während Seuthe mit Eis und Schmerzmittel Sofortmaßnahmen einleitete und ihren Bewegungsradius auf dem Spielfeld in der Folge auf ein Minimum begrenzte, sollten die Herren des TSV den Annahmesektor von Seuthe und deren Offensivaufgaben übernehmen. Zunächst schien allerdings eher Schockstarre angezeigt, mit 22:25 ging Satz zwei an die Gastgeber.

Erst in Satz drei fing sich der TSV wieder. Skasa-Weiss war weiter nicht zu bremsen, während Mittelblocker Günter Weidner im Zusammenspiel mit Bell mehrfach demonstrierte, wie man mit Körpertäuschung den Block verlädt und dann blockfrei Überkopf zum Abschluss kommen kann. Mit 25:17 ging Satz drei deutlich an die Iffeldorfer, die im vierten Satz erneut locker ließen und erst bei 16:22 aufwachten. Zunächst war ausgerechnet Seuthe im Block erfolgreich , „das tat schon beim Zuschauen weh“, verzog Bell das Gesicht, ehe sich der TSV auf 21:23 herankämpfte. Dann aber rutschte Bell zunächst ein Zuspiel durch die Finger und den folgenden Angriff blockte die VSG ins Feld der Iffeldorfer.

So musste die Entscheidung im Tie-Break fallen. „Das ist einerseits immer ein bisschen Lotterie“, so Mittelbocker Manfred Reisnecker. „Andererseits: Wir konnten nochmal drauflegen, haben die Effizienz im Angriff wieder nach oben gefahren und deshalb den Satz klar mit 15:9 gewonnen“. Damit gewann der TSV nicht nur die Partie sondern bejubelte drei Spieltage vor Saisonende zunächst die tapfere Seuthe, und dann den dritten Meistertitel in Folge – nur Seuthe war beim Jubeltanz zurückhaltend und legte erst mal ihren Fuß hoch.

„Pia mit unfassbarem Willen und Wolfi mit seinem besten Spiel im Trikot des TSV Iffeldorf waren heute unsere Matchwinner“, resümierte Gampenrieder, der jetzt die Vorbereitung auf die überregionalen Meisterschaften planen kann, die am 8. März mit dem nächsten Punktspiel gegen den TSV Weilheim I bereits beginnt.