Mixed-Volleyball: TSV Iffeldorf gewinnt Spitzenspiel

Iffeldorf, 14.03.2012

Geht doch – auch mit Notbesetzung: nach der knappen Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten in der vergangenen Woche, gewannen die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer gegen den Tabellenzweiten TSV Weilheim II mit 3:1 (26:24, 25:13, 18:25, 25:16) ihr letztes Heimspiel der Saison. Eine starke Präsenz des Minimalkaders auf dem Feld und sehr gute Aufschlagleistungen bildeten die Grundlage für den Sieg.

Einen Vorteil hat die aktuelle Verletzungsmisere für die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer dann doch: der Trainer muss sich keine Gedanken machen, welche Spieler er in die Start-Sechs stellt. So auch im Spitzenspiel gegen TSV Weilheim II: Während die noch an den Nachwirkungen ihres Bänderrisses leidende Pia Seuthe mit administrativen Aufgaben in der Halle beschäftigt war, gingen die verbleibenden sechs SpielerInnen des TSV ans Werk. „Eine weitere Niederlage kam nicht in Frage. Ziel war eine Reduzierung der Eigenfehler in Aufschlag und Annahme im Vergleich zur vergangenen Woche“, beschreibt Kapitän Wolfram Skasa-Weiss die Ausgangslage. Ralph Bader im Zuspiel, Manfred Reisnecker und Erich Gampenrieder im Mittelblock, Ines Kluge und Katrin Reisnecker im Außenangriff und Skasa-Weiss auf der Diagonalposition beschäftigten zunächst mit platzierten Aufschlägen die Annahmespieler des TSV. Parallel justierte Bader sein Zuspiel. „Das hat bis zum 21:23 gedauert und dann lief’s prima“, schmunzelte er. Mit höchstem Einsatz und einer 4-Punkte-Rallye übernahmen die Iffeldorfer gerade noch rechtzeitig das Kommando und konnte den ersten Satz mit einem Doppelblock gegen den besten Angreifer der Weilheimer, Christian Kölbl, sichern.

Im zweiten Durchgang machte sich dann auch die vor dem Spiel ausgegebene Abwehrtaktik bezahlt: die wenigen Weilheimer Lobs wurden ebenso sichere Beute der Iffeldorfer Feldabwehr wie durch den Block entschärfte Angriffsschläge. „Man konnte den Eindruck gewinnen, wir waren ein Spieler mehr auf dem Feld“, freute sich Ines Kluge, die wie Katrin Reisnecker in der Abwehr rackerte und keinen Ball verloren gab. „Aber so viel war in der Abwehr gar nicht zu holen. Die Jungs haben im Block ohnehin kaum einen Ball durchgelassen“. Folgerichtig ging auch Satz zwei deutlich mit 25:13 an das Osterseen-Team.

„Klar wollen wir immer Vollgas spielen. Die ersten beiden Sätze waren aber derart intensiv“, resümierte Manfred Reisnecker, „dass wir im dritten Satz erst mal ein wenig zu Atem kommen mussten. Wir haben uns aber zum Satzende wieder etwas hinein gekämpft, um in Satz vier Weilheim von Anfang zu zeigen, dass hier heute aber auch gar nichts zu holen ist.“ Nach vier Aufschlagserien von Kluge, Bader, Skasa-Weiss und Gampenrieder mit jeweils vier bzw. fünf Punkten führten die Gastgeber schnell mit 21:12 und auch der erste Matchball landete als Aufschlagwinner im Feld der Weilheimer.

„Na, immerhin war das keine solche Demontage wie im Hinspiel“, tröstete Weilheims Routinier Karl Bartl sein Team, das nach wie vor Chancen auf den zweiten Platz und die damit verbundene Teilnahme am Qualifikationsturnier zur Oberbayerischen Meisterschaft hat. Und die Iffeldorfer? Die haben den alten Abstand zum Tabellenzweiten wieder hergestellt und brauchen sich auch für das letzte Saisonspiel bei der SG Hausham keine Gedanken um die Aufstellung machen. Da sind sie nämlich wieder nur zu siebt.