Mixed-Volleyball: Dritter Platz bei der Oberbayerischen Meisterschaft, oder "Gewonnen hast Du, wenn Du gewonnen hast"

 

Iffeldorf, 16.05.2012

Mit dem dritten Platz, und damit der dritten Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft in Folge, kehrten die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer von der Oberbayerischen Meisterschaft in Esting zurück. Dabei zeigte das Team insbesondere in der entscheidenden Partie gegen Roter Stern München ein begeisterndes Spiel.

In der Vorrunde bekam es das Ostersee-Team zunächst mit dem TSV Neufahrn und dem SV Eurasburg zu tun. Neufahrn, in der regulären Saison nur vom deutschen Spitzenteam Vaterstetten bezwungen, stellte sich gleich als harte Nuss heraus - insbesondere da die Iffeldorfer morgens erfahrungsgemäß Anlaufschwierigkeiten haben. Mit Steffi Bell im Zuspiel, Pia Seuthe und Ines Kluge im Außenangriff, Michael Zellinger für den verletzten Günter Weidner und Spielertrainer Erich Gampenrieder im Mittelblock, und Ralph Bader auf der Diagonalposition, stellten die Iffeldorfer ihre sechs Frühaufsteher aufs Feld und gewannen den ersten Satz klar mit 25:18. In Satz zwei steigerte sich Neufahrn deutlich in Block und Angriff, Iffeldorf lag von Beginn an zurück. Bei 12:15 kam Wolfi Skala-Weiss für Ralph Bader auf der Diagonalposition zum Zuge, um die Durchschlagskraft im Hinterfeldangriff zu erhöhen. Iffeldorf stabilisierte sich langsam, Michi Zellinger gelangen zwei Blocks und Erich Gampenrieder war im Schnellangriff und aus dem Hinterfeld nicht zu halten. Die Iffeldorfer holten auf und kamen bei 24:23 zum ersten Satzball, der nach Gegenangriff knapp im Aus landete. In der Folge wogte das Spiel hin und her, der TSV wehrte mit einem Aufschlagwinner und einem Ass unter anderem drei Satzbälle ab, ehe das Ostersee-Team den zweiten Matchball zum vielumjubelten 33:31 verwandelte. Ralph Bader’s Einschätzung zum Spiel fiel denn recht nüchtern aus: "Gewonnen hast du, wenn du gewonnen hast", womit er die Nervenstärke seines Teams lobte. Gegen die stark aufspielenden Eurasburger setzte sich Iffeldorf anschließend mit 2:0 (25:23, 25:19) durch.

In den folgenden Überkreuzspielen, deren Gewinner sich für die Bayerischen Meisterschaften qualifiziert hatten, kam es dann zu spannenden Spielen für die Favoriten. Während Esting und München-Nymphenburg zunächst locker gegen Gauting bzw. ESV München gewannen, gewann der mehrfache deutsche Meister TSV Vaterstetten gegen Iffeldorf‘s Vorrundengegner Neufahrn erst im Tie Break und hatte dabei viel Mühe, im Turnier zu bleiben. Die Iffeldorfer trafen ihrerseits auf Roter Stern Altstadt München. Gewann der TSV den ersten Satz mit guten Blocks von Manfred Reisnecker mit 25:20, so wuchsen die Münchner in der Folge über sich hinaus. Insbesondere einer der beiden Außenangreifer steigerte seine Angriffseffizienz auf 100% und deckte zudem Schwachpunkte in der Iffeldorfer Annahme auf. Mit 23:25 ging Satz zwei an Roter Stern und der Tie Break musste die Entscheidung bringen. Und da sah es aufgrund fortgesetzter Annahmeprobleme schnell ganz finster für den TSV aus. Mit 3:8 wechselten die Mannschaften final die Seiten. „Das Spiel gewinnst du normalerweise nicht mehr“, so Außenangreiferin Pia Seuthe. Die Zuschauer witterten eine Überraschung und sammelten sich um das Spielfeld. "das war's vielleicht, was wir gebraucht haben", urteilte Seuthe später. „Viele Leute sagen, im Tie Break gewinnt das glücklichere Team. Das sehe ich nicht so, es gewinnt die bessere Mannschaft.“, schwor Gampenrieder seine Mannschaft nochmals ein und brachte erneut den offensivstarken Skasa-Weiss für den tapfer abwehrenden Bader ins Spiel. Und der Wechsel schien aufzugehen: Iffeldorf verkleinerte den Rückstand auf 11:13, sah sich dann aber bei 11:14 drei Matchbällen und dem in den Angriff rotierenden, bis dahin tadellosen, Außenangreifer gegenüber. "Es war klar, dass er den nächsten Ball kriegt. Und wir haben ihm dann ordentlich Druck aufgeladen, in dem wir schon vor dem Ballwechsel gesagt haben, jetzt blocken wir Dich.", so Skasa-Weiss. Den ersten Matchball schlug Roter Stern ins Aus, den zweiten und dritten blockten Zellinger bzw. Skasa-Weiss dem Außenangreifer direkt vor die Füße. Iffeldorf kam zum nicht mehr für möglich gehaltenen Matchball und Skasa-Weiss schritt zum Aufschlag. Den kurz hinter das Netz geschlagenen Ball konnte Roter Stern nicht mehr annehmen und der Ball landete im Feld der Münchner – Sieg für Iffeldorf. Der Jubel kannte in der Folge keine Grenzen mehr. „Das haben wir nochmal sauber hingebogen. Für Roter Stern tut’s mir ein wenig leid. Aber es bleibt dabei: gewonnen hast du, wenn Du gewonnen hast", strahlte Bader.

Im Halbfinale war bei Iffeldorf dann die Luft raus, die emotionale Energie aus den Partien gegen Neufahrn und Roter Stern verbraucht. So zog der TSV mit 17:25 und 21:25 gegen Nymphenburg den Kürzeren. Der dritte Platz ging kampflos an das Ostersee-Team, da der SV Esting nicht mehr antrat. Den Titel sicherte sich in einem einseitigen Finale erneut der TSV Vaterstetten mit 2:0 gegen Nymphenburg.

Am 16.6. geht es in Gauting nun um den bayerischen Titel und die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft. Als „Nadelöhr“ bezeichnet Libera Saskia Gampenrieder das Turnier, da nur die beiden Erstplatzierten sich für die Süddeutschen Meisterschaften qualifizieren. "Das wird extrem schwer. Aber wenn wir noch besser aufschlagen und insbesondere unsere Annahme stabilisieren, könnte es wieder klappen".

ekam es das Ostersee-Team zunächst mit dem TSV Neufahrn und dem SV Eurasburg zu tun. Neufahrn, in der regulären Saison nur vom deutschen Spitzenteam Vaterstetten bezwungen, stellte sich gleich als harte Nuss heraus - insbesondere da die Iffeldorfer morgens erfahrungsgemäß Anlaufschwierigkeiten haben. Mit Steffi Bell im Zuspiel, Pia Seuthe und Ines Kluge im Außenangriff, Michael Zellinger für den verletzten Günter Weidner und Spielertrainer Erich Gampenrieder im Mittelblock, und Ralph Bader auf der Diagonalposition, stellten die Iffeldorfer ihre sechs Frühaufsteher aufs Feld und gewannen den ersten Satz klar mit 25:18. In Satz zwei steigerte sich Neufahrn deutlich in Block und Angriff, Iffeldorf lag von Beginn an zurück. Bei 12:15 kam Wolfi Skala-Weiss für Ralph Bader auf der Diagonalposition zum Zuge, um die Durchschlagskraft im Hinterfeldangriff zu erhöhen. Iffeldorf stabilisierte sich langsam, Michi Zellinger gelangen zwei Blocks und Erich Gampenrieder war im Schnellangriff und aus dem Hinterfeld nicht zu halten. Die Iffeldorfer holten auf und kamen bei 24:23 zum ersten Satzball, der nach Gegenangriff knapp im Aus landete. In der Folge wogte das Spiel hin und her, der TSV wehrte mit einem Aufschlagwinner und einem Ass unter anderem drei Satzbälle ab, ehe das Ostersee-Team den zweiten Matchball zum vielumjubelten 33:31 verwandelte. Ralph Bader’s Einschätzung zum Spiel fiel denn recht nüchtern aus: