Mixed-Volleyball: Erst eine Energieleistung ermöglicht Sieg beim vermeintlichen Underdog

Iffeldorf, 16.11.2012

Mit 3:2 (25:19, 28:26, 23:25, 22:25, 15:9) gewannen die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer gegen den vermeintlich leichten Gegner aus Raisting. Erst eine Energieleistung im Tie-Break ließ das Ostersee-Team den Kopf nochmal aus der Schlinge ziehen.

Hochmut kommt bekanntermaßen vor dem Fall. Nachdem Partien gegen Raisting in den Vorjahren in der Regel nur von sehr kurzer Dauer waren, fuhren die Iffeldorfer offensichtlich eine Spur zu entspannt nach Raisting. Sah der erste Satz noch ganz danach aus, als ob auch dieses Spiel keine Stunde überdauern würde, so musste sich der TSV im zweiten Satz nach einem 17:22-Rückstand noch strecken, um, auch mit guten Aufschlägen, den Satzgewinn mit 28:26 zu sichern.

In den beiden folgenden Sätzen bekamen die Iffeldorfer die taktischen Aufschläge der Raistinger nur schwer unter Kontrolle, gaben mehrfach Serien von bis zu vier Punkten am Stück ab und konnten zudem im Komplex Block / Feldabwehr nicht überzeugen. So ging Satz drei mit 23:25 an die Gastgeber und erst zum Ende des vierten Satzes, als das Ostersee-Team bereits mit 15: 22 zurücklag, gelangen einige spektakuläre Abwehraktionen. „Der Wille, das Spiel im dritten oder vierten Satz zu gewinnen, war da. Wir waren jedoch physisch nicht in der Lage zuzulegen – Körperspannung und Aggressivität waren nicht vorhanden.“, so der, in Vertretung der urlaubsbedingt abwesenden Zuspielerin Steffi Bell, als Ballverteiler agierende Ralph Bader. Um den entscheidenden Tie-Break zu gewinnen, steigerten die Iffeldorfer in der Folge jedoch ihre Präsenz auf dem Spielfeld: „Wir haben versucht, uns durch gegenseitiges lautes Anfeuern und gemeinsames Bejubeln jedes einzelnen Punktes zu pushen und unsere Aufmerksamkeit zu steigern. Das ist uns glücklicherweise gelungen.“, so Außenangreiferin Ines Kluge. Mit 4:1 gingen die Iffeldorfer in Führung, wechselten bei 8:3 die Seiten und bejubelten schließlich nach knapp zwei Stunden und einem 15:9 im finalen Satz ihren vierten Sieg im vierten Saisonspiel.

So konnte das Ostersee-Team den Fall gerade nochmal vermeiden. „Mit Hochmut hatte das ab Mitte des Spiels nichts mehr zu tun. Das war uns hoffentlich eine Warnung für die nun folgenden Spiele. Wir haben heute vor Augen geführt bekommen, dass wir in dieser Saison bislang einfach zu wenig Trainingszeit hatten. Zudem standen Ralph Bader und Erich Gampenrieder bereits mit der männlichen Jugend den ganzen Tag in Steingaden in der Halle – das macht auch nicht wacher.“, analysierte Mittelblocker Günter Weidner.

Am kommenden Montag trifft der TSV nunmehr um 21 Uhr im Iffeldorfer Gemeindezentrum auf die Routiniers vom TSV Weilheim II. „Das gewinnen wir nur, wenn wir mit aller Konsequenz in Aufschlag und Angriff agieren. Ansonsten wird’s wieder eng“, gibt Spielertrainer Erich Gampenrieder die Marschroute vor.