Mixed-Volleyball: Hart umkämpfter 3:1-Heimsieg zum Saisonabschluss gegen den SV Eurasburg-Beuerberg

Iffeldorf, 13.03.2013

Das war ein hartes Stück Arbeit, dass das Iffeldorfer Rumpfteam zu erbringen hatte. Gegen bestens aufgelegte Eurasburger fiel die Entscheidung beim 21:25, 25:23, 27:25 und 25:22 Erfolg in einem Kampf auf Messers Schneide in den hart umkämpften Sätzen zwei und drei. Mit einem Rekordvorsprung sichert sich das Ostersee-Team damit die vierte Meisterschaft in Folge und nimmt am 8. Juni an der Oberbayerischen Meisterschaft in Geretsried teil.

Nach dem Spiel saßen sechs abgekämpfte TSV-SpielerInnen am Spielfeldrand, und wer Richard Richter und Ralph Bader ins Gesicht sah, konnte erkennen, dass die Grippe, die die Beiden letzte Woche außer Gefecht gesetzt hatte, immer noch in ihren Körpern steckt. Da die Gäste nicht gewillt waren, kampflos die Punkte abzugeben, hatten Richter und Bader die letzten Reserven mobilisiert. „Alle für einen“ – das alte Musketiermotto bildete die Grundlage für die Einstellung des Teams.

Der erste Satz war wesentlich von Iffeldorf selbst gestaltet: mit starken Aufschläge und schwacher eigener Annahme sorgte das Ostersee-Team für die Punkte auf beiden Seiten. Eurasburg erkannte schnell die Schwierigkeiten von Bader und Richter in der Annahme und so gab der TSV bis zu sieben Punkte in Folge ab, holte sich andererseits, kurioser weise mit Bader im Aufschlag, sechs Punkte in Folge zurück. In Summe war die Fehlerquote auf Seiten des TSV aber zu hoch und der Satz ging folgerichtig an die Gäste, die auch im zweiten Satz am Drücker blieben. Das Ostersee-Team bekam deren gezielte Lobs überhaupt nicht in den Griff und leistete sich immer wieder leichte Fehler: mal ging ein Dankeball übers Netz und die Punktballchance war dahin, mal schlug ein Angreifer blockfrei ins Aus. So wogte das Spiel hin und her und Iffeldorf sah sich bei 23:24 dem ersten Satzball für Eurasburg gegenüber, einer deren Mittelblocker kurz zuvor leicht umgeknickt war, aber die Partie fortsetzen konnte. Die Iffeldorfer schafften es nicht, ihren eigenen Angriff unterzubringen, Eurasburg baute selbst auf, schlug den Satzball aber über den Block der Iffeldorfer hinweg knapp ins Aus. Punktgewinn für Iffeldorf zum 24:24 und in der Folge blockten die Iffeldorfer zwei Angriffe der Gäste und gewannen Satz zwei mit 27:25.

„Im dritten Satz ging’s ähnlich weiter und wie sich insbesondere Richter durch das Spiel gequält hat, war bemerkenswert“, lobte Zuspielerin Steffi Bell den Routinier des Teams, der zu allen Überfluss auf der ungewohnten Mittelblockerposition den beruflich verhinderten Günter Weidner zu ersetzen hatte. Im Unterschied zu den ersten beiden Sätzen gelang es dem TSV jedoch, auch aus schlechter Annahme heraus zu punkten und sich über eine verbesserte Feldabwehr mehr Punktballchancen zu erkämpfen. Dies führte schließlich zum verdienten 25:23 in Satz drei.

Mit einer Umstellung in der Feldabwehr bekamen die Iffeldorfer in Satz vier endlich auch den bis dahin mit hoher Effizienz angreifenden Außenangreifer der Eurasburger in den Griff, den Gampenrieder mit einem fulminanten Block zu Beginn des Satzes den Zahn zog. „Danach ging’s ein bisschen leichter und zum Satzende hatten wir das Spiel endlich im Griff“, analysierte Außenangreiferin Pia Seuthe in ihrem zweiten Spiel nach achtwöchiger Verletzungspause. Mit 25:22 ging auch Satz vier an den TSV, der damit in der gesamten Saison in 14 Spielen gerade einmal acht Sätze verlor und mit Rekordvorsprung zum vierten Mal in Folge den Meistertitel holte.

„Wir haben jetzt drei Monate Zeit bis zur Oberbayerischen Meisterschaft, die am 8. Juni in Geretsried stattfindet. Dort treffen wir dann wieder auf die üblichen Verdächtigen wie den Deutschen Meister TSV Vaterstetten oder den Münchner Meister ESV München. Die Zielsetzung ist klar: Wir wollen wieder zur Deutschen Meisterschaft und die Grundlage dafür ist es, das Finale der Oberbayerischen zu erreichen, um bei der Bayerischen erst im Finale auf Vaterstetten zu treffen. Dafür brauchen wir jetzt eine Top-Vorbereitung – und dann wollen wir nicht nochmal drei Matchbälle gegen Vaterstetten vergeben wie bei der Bayerischen im letzten Jahr“, gibt sich Spielertrainer Erich Gampenrieder kämpferisch.