Mixed-Volleyball: Iffeldorf wandert vom Kampf um die DM zum Kampf um den Klassenerhalt

Iffeldorf, 06.12.2013

Die Löwen-Fans kennen das Szenario: dem Titel folgte der Abstieg. Den Iffeldorfer Mixed-Volleyballern geht es gerade ähnlich. Den Kulminationspunkt erreichte das Team letzte Woche, als aufgrund von sechs Verletzten die Partie beim TSV Weilheim I nicht angetreten werden konnte und Iffeldorf mit einer 0:3-Niederlage und 0:75 Bällen belegt wurde. Die Trotzreaktion hat allerdings schon eingesetzt.

Bekamen die Iffeldorfer zunächst im Heimspiel gegen den SV Eurasburg-Beuerberg noch sieben Spieler zusammen, so war nach Satz 2 der Partie klar, dass für das Folgespiel gegen Weilheim die Lichter ausgehen würden. Spielertrainer Erich Gampenrieder biss sich mit einer Hüftprellung durch, während bei Mittelblocker Günter Weidner die alte Leistenverletzung aufbrach, die ihm eine saubere Annahme fast unmöglich machte. 1:1 stand es zu diesem Zeitpunkt nach Sätzen, die beiden Folgesätze gingen mit 22:15 und 19:25 an die Gäste. Im Anschluss entschied sich der TSV, den Kampf gegen den Abstieg anzunehmen, bei der Staffelleitung und Weilheim um eine Spielverlegung nachzusuchen und den Fokus auf die noch ausstehenden Heimspiele gegen Aufsteiger Hausham und Ligafavoriten Holzkirchen zu legen.

Nachdem dem Antrag auf Spielverlegung in der Folge nicht stattgegeben wurde, findet sich der TSV nur noch einen Rang von einem Abstiegsplatz entfernt. Das man in den verbleibenden Vorrundenspielen erneut nur mit sechs SpielerInnen wird antreten können, wird von der Mannschaft „mittlerweile auch als unveränderbar akzeptiert“, gibt sich Zuspieler Ralph Bader kämpferisch. Den Kopf in den Sand steckt beim Ostersee-Team jedoch niemand. „So hören wir sicher nicht auf. Wir wehren uns mit allem was wir haben und in der Rückrunde schaut die Personaldecke dann wieder besser aus.“

Das Spiel gegen Hausham, einen Platz hinter dem TSV und damit auf einem Abstiegsplatz angesiedelt, hat dennoch schon einen kleinen Endspielcharakter. Der TSV wird mit drei Damen antreten: Pia Seuthe übernimmt den Platz von Weidner auf der Mittelblockposition, Ines Kluge und Katrin Reisnecker spielen im Außenangriff. Mit Bader im Zuspiel liegt die Hauptlast in der Offensive auf Diagonalspieler Johannes Hoffmeister und Gampenrieder. „Das ist eine Aufstellung, die wir von der Deutschen Meisterschaft kennen. Klappen wird das jedoch nur, wenn uns die Nerven keinen Streich spielen.“, räumt Reisnecker ein. „Aber den Sechzgern machen wir’s nicht nach, das wollen wir mal klarstellen.“