Mixed-Volleyball: TSV Iffeldorf ist vier Spieltage vor Saisonende Meister

Nach drei Siegen in der Rückrunde haben die Mixed-Volleyballer des TSV Iffeldorf die nächste Rekordmarke gesetzt: bereits vier Spieltage vor Saisonende stehen sie als Meister der A-Klasse Süd fest. Dabei zeigten sie vor allen Dingen beim 3:0-Sieg im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten und Bayerischen Vizemeister 2014, TuS Holzkirchen, eine besondere Qualität.

Silver Veit, Urgestein der Holzkirchener Volleyballer, stand nach Spielende kopfschüttelnd am Spielfeldrand. „Das war brutal, was die Iffeldorfer hier heute gezeigt haben. Die haben selbst bei einer 12-Punkte-Führung um jeden Ball in der Feldabwehr gekämpft. Die lassen einfach nicht nach.“ Was war passiert?

Nach den beiden Rückrunden-Auftaktsiegen gegen den letztjährigen Meister VSG Isar-Loisach (3:0) und beim TSV Weilheim II (3:1), bei dem das Ostersee-Team den bislang einzigen Satz in dieser Saison abgab, fuhren die Iffeldorf im Wissen nach Holzkirchen, eine echte Prüfung vor der Brust zu haben. Zwischenzeitlich weiter verstärkt durch einen 2. Liga-Spieler vom TSV Grafing, der beim Einschlagen vor dem Spiel „schon eine ordentliche Gewalt auf den Ball ausgeübt hat“, umschreibt Außenangreifern Pia Seuthe dessen offensichtlichen Angriffsqualitäten, hatte man es doch mit dem Oberbayerischen und Bayerischen Vizemeister der letzten Saison zu tun. Aber anstatt sich in Respekt zu üben, analysierte und erkannte der TSV bereits vor dem Anpfiff die möglichen Schwachpunkte der Gastgeber: einerseits fehlte der neuen Zuspielerin noch die Abstimmung mit Ihren Offensivkräften. Und andererseits war bei zwei Annahmespielern zu erkennen, dass sie wohl nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Die Taktik war daher klar: mit harten Aufschlägen zwischen die Annahmespieler den Spielaufbau für die Zuspielerin erschweren. „So nehmen wir auch den Neuzugang aus dem Spiel“, gab Spielertrainer Erich Gampenrieder die Marschroute aus.

Was der TSV dann allerdings über zweieinhalb Sätze auf das Parkett legte, sorgte nicht nur bei Veit für Respekt sondern auch für ungläubiges Kopfschütteln bei den Iffeldorfern selbst. Im ersten Satz sorgten zum einen harte Aufschläge insbesondere von Raph Bader, „Der hatte heute seinen besten Auftritt in dieser Saison – muss an den neuen Schuhen gelegen haben“, schmunzelte Zuspielerin Steffi Bell, dass Holzkirchen nur neun Punkte gelangen. Zum anderen zog die herausragende Block / Feldabwehr der Offensive des TuS, allen voran dem Neuzugang aus Grafing, sehr schnell den Zahn. Und auch im zweiten Satz gestatteten die Iffeldorfer den Gastgebern nur zehn Punkte: zu dominant der Block und das Angriffsspiel des TSV, aus dem Diagonalangreifer Johannes Hoffmeister mit 90% Angriffseffizienz herausragte.

Erst Mitte des dritten Satzes ließ die Konzentration der Gäste etwas nach, aber auch dieser ging mit 25:15 deutlich an das Osterseen-Team.

„Fairer weise muss man sagen, dass die Holzkirchner im Zuspiel heute mit Problemen gekämpft haben. Die musst Du aber auch erstmal derart konsequent nutzen, wie wir das heute gemacht haben. Es klingt arrogant, aber wir haben aktuell einfach alle total Bock auf Dominieren, und dann gelingen auch mal solche Spiele wie heute“, fasst Hoffmeister zusammen.

Mit nunmehr zehn Punkten Vorsprung auf Holzkirchen, bei einem Spiel weniger, können die Iffeldorfer nun Meisterfeier und Teilnahme an der Oberbayerischen Meisterschaft im Mai planen, für die man sich als Ligaprimus erneut qualifiziert hat. „Aber nicht, dass Ihr gegen unsere Konkurrenz aus Weilheim und Herrsching“, beide noch Gegner des TSV in den verbleibenden Spielen, „jetzt locker lasst“, findet Silver Veit dann doch seinen Kampfgeist wieder. „Wir wollen zumindest Zweiter werden, um über das Qualifikationsturnier ebenfalls noch zur Oberbayerischen zu kommen.“