Mixed-Volleyball: Iffeldorf strebt Halbfinale bei der Oberbayerischen Meisterschaft an

Sechs Wochen nach dem überlegenen Gewinn der Meisterschaft geht die Saison für die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer am kommenden Wochenende weiter: bei der Oberbayerischen Meisterschaft in Odelzhausen strebt das Ostersee-Team das Halbfinale an.

Einen Ritt auf der Rasierklinge haben die Iffeldorfer Mixed-Volleyballer am kommenden Samstag vor sich. „Wenn das Turnier aus nur einem Spiel bestehen würde, wären unsere Chancen auf das Halbfinale und die damit verbundene Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft sicher super.“, schätzt Zuspielerin Steffi Bell die Chancen der Iffeldorfer ein.

Nun hat die Mannschaft jedoch einen längeren Weg zu gehen: zunächst sind zwei Vorrundenspiele über zwei Sätze zu absolvieren. Mit Platz 1 oder 2 qualifiziert man sich für ein Überkreuzspiel, das, so wie das anschließende Halbfinale und Finale, über zwei Gewinnsätze geht. „Ziel ist es, als Gruppenerster in das Überkreuzspiel einzuziehen und dieses zu gewinnen.“, gibt Bell als Losung aus, qualifizieren sich doch die Halbfinalisten für die im Juni stattfindenden Bayerischen Meisterschaften.

Die Herausforderung liegt, das Murmeltier lässt grüßen, mal wieder in der aktuellen Personalsituation des Ostersee-Teams: während bei den Männern die Personaldecke ausreicht, immerhin stehen vier gesunde und der erneut mit muskulären Problemen kämpfende Günter Weidner Gewehr bei Fuß, ist die Situation bei den Damen kritisch. Da, im Unterschied zum Ligabetrieb, das Team mit nunmehr drei statt bisher zwei Damen antreten muss, wird neben der Konstante Pia Seuthe und der kurzfristig verpflichteten Außenangreiferin Katja Müller, vor Jahren mit Bell in der 2. Bundesliga bei Sonthofen aktiv, auch die mit Schulterproblemen kämpfende Katrin Reisnecker den Weg nach Odelzhausen antreten.

Und Bell? Die Spielmacherin bewertet die Laune ihrer von Meniskusschäden malträtierten Knie aufgrund des Turniermodus indes zurückhalten. Universalspieler Ralph Bader wird daher zunächst das Zuspiel übernehmen, um Bell so lange wie möglich zu schonen. Ein gewagtes Spiel, steigen damit doch die Anforderungen an die Annahme- und Angriffsleistungen der Damen und der verbleibenden beiden Herren, die die Diagonalangreifer- und eine Mittelblockposition besetzten, deutlich.

„Je nach den Möglichkeiten unseres Gegners müssen wir von Spiel zu Spiel entscheiden, welche Aufstellung uns zum Erfolg führen kann.“, umschreibt Spielertrainer Erich Gampenrieder die Turnier-Taktik. Sagt sich leicht, ist es aber nicht: in dem Teilnehmerfeld aus 12 Mannschaften treten mit dem mehrfachen Deutschen Meister und Favoriten TSV Vaterstetten, dem, über das Qualifikationsturnier nachgerückten Bayerischen Vizemeister der letzten Saison, TuS Holzkirchen, den etablierten Teams vom TSV München Nymphenburg und ESV München, sowie dem VfR Hallbergmoos fünf Top-Mannschaften an. „Diese erfahrenen Teams erwarte ich in den Überkreuzspielen.“, orakelt Gampenrieder, der schmunzelt hinzufügt: „Und dann müssen wir den scharfen Hobel auspacken und lieber den Gegner rasieren als uns selbst.“