Ausflug der Fussball-Jugend auf die Achala

Nach einer überaus erfolgreichen Saison der Fußball-F2-Jugend war es am 26.06.2016 soweit und die Nachwuchskicker konnten ihren Saisonabschluss mit dem Aufstieg zur Achala-Alm um 14.45 Uhr beginnen. Unter die elf F2-Fußballer mischten sich auch vier bisherige G-Jugend-Kicker, die nächstes Jahr zur F-Jugend stoßen und den Kader sicherlich verstärken werden. Ausgerüstet mit dem Notwendigsten, was man halt alles so für eine zünftige Bergtour mit zweitägiger Übernachtung braucht – Wechselklamotten, Brotzeit, Trinken und Süßigkeiten – begannen die Kinder zusammen mit fünf Trainern/Eltern ihren Aufstieg ins Abenteuer.

Glücklicherweise hatte das Versorgungsteam zusammen mit einigen Eltern schon das Notwendigste zur Hütte gebracht, so dass den Begleitpersonen eine große Last von den Schultern genommen wurde. Vielen Dank an alle Helfer.

Für die meisten war selbst der Aufstieg bei strahlend blauem Himmel und rund 32 °C schon das große Vergnügen und selbst die etwas ungeübteren Bergsteiger ließen sich von der Begeisterung der anderen anstecken, so dass der Aufstieg mit kleinen Pausen und Stärkungen in 2,5 Stunden bewältigt wurde. Oben angekommen stand natürlich gleich das nächste Highlight auf dem Programm und die Betten wurden zugeteilt. Acht (Doppel-)Betten für 15 Kinder und das alles in einem Raum! Die Stimmung war so prächtig und ausgelassen, dass selbst hier schnell Lösungen gefunden werden konnten.

Dann noch schnell einen Eistee und ab auf die Almwiese. Dort sorgten vom ersten Augenblick an die Kühe für Entlastung der Begleitpersonen, so dass diese bereits mit dem Kochen des Abendessen beginnen konnten. Schnell sprach sich unter den Nachwuchskickern nämlich das Gerücht herum, dass eine der Kühe wohl „schwanger“ sei und unbedingt umsorgt und beschützt werden musste.  Provisorisch mussten dann Pullis und Jacken her halten, um die Kuh warm zu halten. Erstaunlicherweise spielte die Kuh tatsächlich das Spiel mit, und suhlte sich in der unerwarteten Aufmerksamkeit. Bis in die späten Abendstunden war diese „schwangere“ Kuh das alles bestimmende Thema. Doch um 22.00 Uhr bemerkte man erste Erschöpfungszustände und so war auch schnell Ruhe im Schlafraum.

Für den einen eher traumatisch, für den anderen ein Traum wurde man morgens gegen 6.00 Uhr von Kuhglocken geweckt und sofort mussten die ersten Hilfsveterinäre natürlich ihr Amt gewissenhaft wahrnehmen. Doch scheinbar stellte sich schnell heraus, dass es sich doch um eine Scheinschwangerschaft gehandelt haben muss und so war es nicht ganz so schwer, die Kinder zu überzeugen nach dem Frühstück eine kleine Wanderung  zu den Wasserfällen und Gumpen zu unternehmen. Noch immer bei traumhaftem Wetter wurde der kleine Bach mit seinen zahlreichen Katarakten nach einer rund 45 Minuten dauernden Wanderung erreicht. Mit Badehose oder Unterhose  ging es ins kühle Nass und auch dabei stand der Spaß und Forscherdrang im Vordergrund. Es wurde geklettert, gebadet, gegessen und getrunken und selbst nach drei Stunden waren noch keine Langeweile oder Ermüdungserscheinungen erkennbar. Doch da das Wetter nicht mehr ewig zu halten schien, wurde der Rückweg angetreten. Mit einem Lied auf den Lippen, war auch dieser erneute Aufstieg nach kurzer Zeit wieder bewältigt. Zurück bei der Hütte, musste man sich  natürlich doch wieder um die Kühe kümmern. Manche konnten sich auch schon wieder mit anderen Gesellschaftsspielen ablenken, so dass der Rest des Nachmittags recht kurzweilig ausfiel.

Das Abendessen musste vorbereitet werden und kaum saßen alle am Tisch in der Hütte, kam auch der große Regen, der sich aber bereits nach nur einer Stunde zu einem leichten Nieseln reduzierte. Einige der Kinder mussten natürlich gleich wieder raus, doch der Großteil konnte sich mit Gesellschaftsspielen den Abend vertreiben und um 22.30 Uhr war auch der letzte in seinem Bett und träumte selig vor sich hin. 

Die Nacht war wieder schneller rum als so mancher dachte und der Morgen empfing den ein oder anderen schon mit Kakao und Kaffee, die Petra zu einem üppigen Frühstück reichte. Hier ein Dank und eine Entschuldigung von allen Langschläfern an dich, Petra. 

Die Kinder konnten sich bis zum Aufbruch selbst bei leichtem Nieselregen ganz leicht die Zeit vertreiben und als unsere Hilfskräfte Patricia und Andy Merkl, die uns beim Transport der Sachen beim Auf- und nun beim Abstieg geholfen haben, vor der Tür standen und den Kindern einen Molch zeigen konnten, den sie beim Aufstieg einsammelten, war natürlich die Begeisterung riesig und nun fühlte sich jeder der Nachwuchskicker berufen, ebenfalls einen solchen Molch zu finden. So konnte die Hütte noch in Ruhe gereinigt, alles gepackt und gegen 10.00 Uhr der Rückweg angetreten werden. Bei immer stärker werdenden Regen wurde Pessenbach schließlich um 12.30 Uhr erreicht, wo schon die Eltern auf ihre Abenteurer gewartet haben.

Selbst der Regen am Ende schien niemanden gestört zu haben, denn zwei Tage bei ansonsten bestem Wetter und guter Laune konnten eine gelungene Saison nicht besser abschließen.