Tennis: Spannender Kampf der Herren 40 um den Aufstieg

Unsere Mannschaft Herren 40 hat dieses Jahr besonders erfolgreich abgeschnitten. Sie stand vor dem abschließenden Punktspiel gegen den TC Schongau auf Platz 2 der Tabelle und konnte mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag ebenso wie der an diesem Tag spielfreie TC Eurasburg 10:2 Punkte erringen. Je nach dem genauen Ergebnis war der Gruppensieg und damit der Aufstieg möglich.

So waren vor dem letzten Spieltag die Erwartungen groß und überdurchschnittlich viele Zuschauer wollten sich den spannenden Wettkampf nicht entgehen lassen. Man ging davon aus, dass bereits ein Sieg mit 5:4 Punkten den Gruppensieg bedeuten würde.

Der Wettkampf begann vielversprechend. Kai Köster, Markus Nürnberger und Thomas Mucha gewannen ihre Spiele in zwei Sätzen. Frank Bergmann verlor den ersten Satz im Tiebreak und unterlag auch im anschließenden zweiten Satz. Werner Nägele und Erich Gampenrieder gewannen den ersten Satz klar und verloren anschließend den zweiten Satz 4:6. Werner Nägele schien im Tiebreak schon auf der Siegerstraße zu sein, konnte aber seine Führung nicht behaupten und verlor mit 8:10. Im anderen Spiel wurden die Nerven aller auf die Probe gestellt, letztlich konnte aber Erich Gampenrieder den Tiebreak mit 10:8 für sich entscheiden.

Bei den letzten drei Einzeln trat eine Unterbrechung ein, weil es nach 17 Uhr stark regnete, so dass große Pfützen auf dem Platz standen. Mit vereinten Kräften wurde Wasser vom Platz geschoben, der Platzwart brachte weggespülten Sand zurück an die Linien und walzte. Nach anderthalb Stunden waren die Plätze nach und nach wieder bespielbar und die Einzel wurden bis etwa 20 Uhr zu Ende gespielt.

Damit stand es nach den Einzeln 4:2. Würde eines der drei Doppel den zum Sieg fehlenden Punkt bringen? Und würde die Zeit bis zur Dunkelheit reichen?

Zunächst sah es nicht schlecht aus: Die Doppel Nägele/Gampenrieder und Nürnberger/Mucha gewannen ihren ersten Satz, während Bergmann/Köster 4:6 unterlagen. Doch dann schien sich das Blatt zu wenden. Nägele/Gampenrieder verloren den zweiten Satz 2:6 und bei Nürnberger/Mucha lief es nicht mehr so gut. Würden Bergmann/Köster die Situation retten können? Doch das gelang nicht, sie verloren auch den zweiten Satz mit 5:7.

Nun kam es entscheidend auf die anderen beiden Doppel an. Mittlerweile war die Dämmerung hereingebrochen. Konnte wenigstens noch ein Spiel gewonnen werden? Spieler aus Iffeldorf fragten sich, ob es vertretbar war, bei schlechter werdender Sicht so wichtige Spiele abzuschließen. Die Spieler aus Schongau wollten den Wettkampf beenden, um nicht nochmals so weit anreisen zu müssen. Man spielte weiter. Plötzlich kam ein erlösender Schrei: Nürnberger/Mucha hatten den zweiten Satz noch mit 7:5 gewinnen können. Anschließend ging auch der Match-Tiebreak im Spiel des Doppels Nägele/Gampenrieder an Iffeldorf, so dass der Wettkampf mit 6:3 gewonnen wurde. Jetzt war die Freude groß!

Erst um 10 Uhr abends konnte das Abendessen beginnen. Nun wurde aber gefeiert! Mit zunehmender Fröhlichkeit wurde leicht übertreibend mit Gesängen wie „Europapokal“ an den ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga gedacht.

Leider folgte am nächsten Tag die ernüchternde Nachricht, dass man bei gewöhnlicher Zählweise zwar Gruppenerster wäre. Die wegen Nichtantretens der Mannschaft aus Murnau von Iffeldorf kampflos errungenen 9:0 Matchpunkte hätten aber nach § 43 der Wettspielbestimmungen zur Folge, dass auch der mit 7:2 gewonnene Wettkampf der Eurasburger in Murnau mit 9:0 gewertet würde. Dadurch sind Iffeldorf und Eurasburg nach Tabellenpunkten und Matchpunkten gleich; die Änderung führt aber dazu, dass Eurasburg wegen des besseren Satzverhältnisses Gruppenerster ist und aufsteigt.